Kreativ werden - Alltag-meistern

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Hubert Huber  aktualisiert am 10.03.2016

 
Wir kennen das alle: Man ist voller Datendrang, verspürt Energie  und will am liebsten die ganze Welt zerreisen.
Doch plötzlich kommt die Frage: „Wie soll ich eigentlich anfangen?“

Hier stelle ich 8 Möglichkeiten vor, wie du genau in diesen Momenten den gewünschten Geistesblitz erzeugen kannst. Nein, es ist kein Hexenwerk, es ist pure Beherrschung von Techniken.

1.) Sich in kreative Stimmung bringen
Während die linke Gehirnhälfte für Logik und Rationalität verantwortlich ist, gilt die rechte Gehirnhälfte als Sitz der Spontaneität, der Intuition und der Ideen. In Momenten der „Ideenlosigkeit“ solltest du also die rechte Hälfte deines Gehirns aktivieren.
Um das Kreativzentrum auch an einem langen Tag aufrecht zu erhalten, kann etwas Knetmasse helfen. Wie? Forme daraus spontan irgendeine Form, die dir gerade in den Sinn kommt. Männchen, Tier oder einen Alien. Es ist ganz egal was, lass dich sich überraschen!
Hast du etwa keine Knetmasse bei der Hand? Kein Problem. Das Ganze klappt auch, indem du wild drauflos zeichnest! Kreiere, was dir gerade vor dein geistiges Auge läuft. Es muss nichts mit dem Thema zu tun haben, an dem du gerade arbeitest. Nein, es ist sogar besser, wenn du daran nicht direkt denkst. Lass dich überraschen!

Du bist im Büro mit deinen Arbeitskollegen? Auch das ist ein wunderbarer Ort, um der Kreativität freien Lauf zu lassen. Erarbeite  eine Assoziationskette spielerisch. Tu das in der Gruppe+  Jeder in der Gruppe sagt ein Wort, das mit dem vorherigen in Zusammenhang steht. (z.Bsp.: Wasser – Fisch – Wal – Boot…..). Das kann riesigen Spass machen und enorm dabei helfen, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen – die rechte Gehirnhälfte sorgt für Geistesplitze!
Jeder könnte der nächste sein

2.) Du suchst nach einer Lösung für ein Problem
In den allermeisten Fällen musst du für die Lösung deines Problems nicht mal was Neues erfinden! Der Schweizer Ingenieur Georges de Mestral beispielsweise lies sich von der Frucht der Kletterpflanze zu einer genialen Erfindung
 
inspirieren: De Mistral erfand den Klettverschluss! Mach es genauso!
Halte deine Augen und Ohren offen, Sauge  alles auf, was du zu deinem Problem erfahren könnest. Bleib dabei nicht starr bei einem Ansatz, erkunde dich, wie andere Menschen oder Tiere dieses Problem gelöst haben! Aus diesem Fundus wirst du schon bald Neues Entdecken!
 
3.) Du suchst die eine brillante Idee
Die Uni Graz hat in einer Studie gezeigt, dass das Gehirn in einer „entspannten Wachheit“ die besten Ideen hervorbringt. Mache es wie das Eichhörnchen und sammle alle Nüsse auf, die dir im alltäglichen Leben unterkommen. Deine Nüsse sind deine Ideen. Beim Sammeln solltst du überlegen, wie die Idee zu Ende gedacht werden wird. Nein, öffne die „Notiz-App“ in deinem Smartphone und schreibe  alles auf, jeden Gedankenblitz, egal wo du gerade bist. Im Zug, im Büro. Mit der „Diktierfunktion“ sogar im Auto!
Du wirst nach ein paar Tagen schnell merken, dass du einen riesigen Fundus an Ideen und Schlagwörtern aufgebaut hast. Mach weiter! In ruhigeren Minuten liest du dir immer mal wieder durch, was du notiert hast – du wirst überrascht sein, das verspreche ich dir!
 
4.) Du kommst mit Nachdenken nicht weiter
Eine kurze Ablenkung bei der Ideensuche fördert den Einfallsreichtum. Du hast davon sicherlich schon gehört. Die Universität im kalifornischen Santa Barbar konnte diese These  belegen! Du sitzt beispielsweise an einer Präsentation und dir fällt kein geeigneter Einstieg ein. Nimm einfach eine Zeitschrift oder ein Lexikon und schlage willkürlich eine Seite auf. Ohne vorherigem Durchlesen llegst du deinen Finger auf irgendeine Stelle im Text. Danach suchst du nach dem nächsten Hauptwort. Du landest auf dem Wort „Baum“. Nun schreibst du ungefiltert alles auf, was dir zu diesem Wort einfällt. Ähnlich wie bei der Methode in Punkt 1. Wenn du diesen Text dann durchgehst und nach Hinweisen zu deinem Thema suchst, wirst du mit Sicherheit schnell fündig werden!
 
 
Durch die Kombination von Fragestellungen und zufällig gewählten Bildern kommt man leichter auf überraschende Verknüpfungen als durch gezieltes Nachdenken! Viel Spass!

5.) Du willst im Schlaf weiterarbeiten
 Wenn du dein Unterbewussten zum Auffinden von Ideen nutzen willst,
Warum du informiert bleiben solltest
solltest du ihm zuerst Stoff geben und dann etwas ganz anderes machen. Warum? Weil das Unterbewusstsein immer alles zu Ende bringen will, das entdeckte die russische Psychologin Bljuma Seigarnik. Dein Unterbewusstsein wird ganz ohne dein zutun an der Lösung ihrer Strategie weiterarbeiten!
Tipps, Tricks und Rechtliches
Auch hier sollstest du also vorher alles aufschreiben, was von Relevanz für dein Thema sein könnte. Schreib mit der Hand auf einem Blatt
Papier, es ist wichtig, dass du das genau so machst! Im nächsten Schritt vermengst du nun alles was sie geschrieben hast. Verknüpfe einzelne Begriffe und Sätze, streiche Unwichtiges. Danach beginnt die Arbeit des Unterbewusstseins! Kehre deinen Notizen den Rücken und mache ein Nickerchen oder geh zu Bett. Durch diese Vorgehensweise kommt oftmals, wie durch Zauberhand eine tolle Eingebung!

6.) Eine passable Idee soll zu einem genialen Einfall werden
Du hast sicher auch schon festgestellt, dass sich gute Ideen erst entwickeln, wenn man die Fragestellung umkehrt. Denk über das Gegenteil deiner Erwartung nach. Die Kreativitätsforscherin Simone Ritter hat festgestellt, dass Menschen mit dieser Methode im Stande sind, ihre guten Einfälle noch weiter zu verbessern! Der innere Kritiker spielt meist eine wichtige Rolle, bei der Beurteilung der eigenen Ideen. Er ist es, der einem allzu oft dazu verleitet, seine Geistesblitze wieder zu verwerfen. Gib deinem Kritiker in dir die Chance sich zu bewähren. Nimm ihn zunächst ernst! Du fragst also nicht „Was stellt den Kunden zufrieden?“ sondern „Was schreckt zuverlässig ab?“ Kehre alle bekannten Einfälle um und entwickle weiter! Beispiel: „Unser Service ist unzuverlässig und der Kunde ist genervet!“ wird dann zu „Der Interessent kann uns 24 Stunden am Tag ohne Wartezeit erreichen. Kunden können gute Dienstleister auf unserer Website bewerten und bekommen Rabatt!“

7.) Du brauchst Inspiration für eine komplexe Aufgabe
Du musst einen Vortrag halten? Wunderbar! Damit nichts verloren gehen kann, ist es am sinnvollsten, du legst dir eine „Mind Map“ - also einen Ideenbaum- an! Zuerst notierst du auf einem Zettel alles, was dir zum Thema einfällt. Danach nimmst du ein grosses weisses Blatt Papier hervor und beginnst mit dem zentralen Thema – eine Art Überschrift“ in der Blattmitte. Zeichne nun die Hauptäste und hänge an diese beispielsweise die Worte „Einleitung“, „Hauptteil“ und „Schluss“.
 
An die Hauptäste kommen nun die kleineren verzweigten Äste mit den genaueren Details. Die entsprechenden Daten habst du ja bereits auf deinem kleinen Zettel verfasst, diese müssen nun nur noch auf deinem Ideenbaum gehängt werden.
 
Beispiel: „Was bringt ein Jobwechsel“  Verästle deinen Ideenbaum vom Stamm aus immer weiter, bis du einen Überblick über diese Fragestellung hast! Toll – sie haben ihre erste MindMap erstellt!

8.) Du willst wissen, wie gut dein Einfall wirklich ist
Um zu überprüfen, wie gut ein Einfall, ein Konzept oder eine Strategie wirklich ist, lohnt es sich, unterschiedliche Perspektiven anzusehen. Du wirst dabei Aspekte sehen, die andernfalls völlig im Dunklen geblieben wären!
Mache dir also Karten mit unterschiedlichen Farben. Das können auch die guten alten Karteikarten sein. Auf jeder Karte schreibst du auf, für welchen Blickwinkel sie steht und welche Rolle sie einnimmt. Beispiel: Die weisse Karte ist „die Nüchterne“ hier notierst du Zahlen und Fakten. Die schwarze Karte steht für „den Kritiker“ die rote Karte ist „der Gefühlsmensch“ und die gelbe ist „der Optimist“.  Auf die grüne Karte schreibst du  „Der Querdenker“. Die blaue Karte dient als Fazit, dass alle anderen Gedanken verbindet und bewertet! Nun ziehst du spontan eine Karte nach der anderen und legst mit deinen Notizen los. Als letztes kommt die blaue Karte! Du wirst verblüfft sein, welche Wirkung du mit dieser Methode erziehlst!

 
Jeder Mensch ist an sich einzigartig. In jedem stecken die unterschiedlichsten Stärken. Diese zu erforschen ist eine Sache, sie zu nutzen die andere!  Für erfolgreiches Selbstmanagement brauchst du beides! Erforsche, was in dir steckt, ohne Wenn und Aber wird dir dein Unterbewusstsein zeigen, wo deine Stärken tatsächlich liegen. Mit den 8 Tipps, die ich dir  hier gegeben habe, sollte es auch für dich funktionieren, die richtigen Ideen für dein jeweiliges Problem zu finden! Du hast Recht, das klingt abenteuerlich – ja genau, das Leben ist ein Abenteuer! Sei selbstsbewusst und glaube an dich!

Was machst du, um deine Kreativität auch in schwierigen Momenten zu behalten?
 
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